Innenministerium Sachsen-Anhalt, 26.06.2003
Verschärfung des Runderlasses 42.3-12230 zum Betrieb des Abschiebelagers
Halberstadt
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Ministerium des Inneren des Landes Sachsen-Anhalt
Postfach 3560 39010 Magdeburg
Regierungspräsidien - Verteiler 2.3
kreisfreie Städte - Verteiler 2.4
Landkreise - Verteiler 2.5
Zentrale Anlaufstelle
für Asylbewerber (ZASt)
Zentrale Abschiebungsstelle (ZAbSt)
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SACHSEN-ANHALT
Ministerium des Inneren
Halberstädter Str. 2 /
am "Platz des 17. Juni"
39112 Magdeburg
TEL: (0391) 5 67 01
FAX: (0391) 5 67 52 90
email: poststelle@mi.lsa-net.de
Deutsche Bundesbank; Filiale Dessau
BLZ 805 000 00
KTO 805 015 00
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Bearbeitet von:
Herrn Boelcke
TelL: (0391) 5 67
54 45
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Magdeburg,
26. Juni 2003
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Zentrale Unterbringung von Ausländern in der Gemeinschaftsunterkunft der ZASt
(GU-ZASt) bei Verletzung der Mitwirkungspflicht bei der Pass-Ersatz-Beschaffung
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Bezug:
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a)
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RdErl. vom 20. November 2001, Az.: 42.3-12230
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b)
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RdErl. vom 21. Januar 2002, Az.: 42.32-12230
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c)
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RdErl. vom 18. Dezember 2002, Az.: 42.32-12230
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Die Ausgangslage zur Schaffung der Ausreiseeinrichtung durch den
Bezugserlass zu Buchst. a hat sich (noch) nicht geändert, d. h. die Zahl
derer, die ihrer Mitwirkungspflicht bei der Identitätsfeststellung und/oder
Passersatzbeschaffung nicht nachkommen, hat sich vielmehr erhöht (31.
Dezember 2001: 1.157 Personen, 30. Juni 2002: 1.175 Personen, 31. Dezember
2002: 1.345 Personen).
Da an der Grundidee der Betreibung einer Ausreiseeinrichtung festgehalten
werden soll, sind Maßnahmen zur Steigerung der Effektivität des vorläufigen
Modellprojekts zu treffen.
Vor diesem Hintergrund wird der in Rede stehende Bezugserlass wie folgt
ergänzt:
1. Erweiterung des Personenkreises (Nr. 1.2 Bezugserlass)
Zusätzlich zu ledigen männlichen Personen werden auch kinderlose Ehepaare
untergebracht. Dabei ist möglichst auch auf Ausreisepflichtige
zurückzugreifen, deren Aufenthalt aufgrund relativ kurzer Verweildauer in
Deutschland noch nicht verfestigt ist.
Die bisher festgelegte Kapazität des Modellprojektes kann dabei im Einvernehmen
mit dem Leiter der ZASt überschritten werden.
2. Sanktionen (Nr. 2.3 Bezugserlass)
Bei wiederholter Nichtwahrnehmung (mindestens zweimal) von durch die ZAbSt
angeordneten Terminen zur Anhörung ist die räumliche Beschränkung auf das
Gebiet der Stadt Halberstadt durch entsprechende Auflage in der Duldung zu
verfügen.
Entsprechendes gilt bei durch die ZASt angeordneten Meldeauflagen als Instrument
zur möglichen Durchsetzung nachhaltiger Anwesenheit.
In diesem Zusammenhang sollten auch Urlaubsanträge restriktiv gehandhabt werden.
Im Übrigen bleiben die Regelungen der Bezugserlasse unberührt. Ich bitte ab
sofort entsprechend zu verfahren.
Im Auftrag
Dieckmann
Anlage:
Zuweisungsstatistik GU-ZASt (Stand 03/2003)
Landkreis/
Stadt
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zugewiesene
Personen
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davon:
in der GU-ZASt gemeldet
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untergetaucht
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Rückführungen
|
|
Dessau
|
8
|
4
|
4
|
|
|
Anhalt-Zerbst
|
5
|
3
|
2
|
|
|
Köthen
|
4
|
|
4
|
|
|
Wittenberg
|
8
|
4
|
4
|
|
|
Mansfelder Land
|
2
|
|
2
|
|
|
Weißenfels
|
8
|
2
|
6
|
|
|
Magdeburg
|
2
|
1
|
1
|
|
|
Bördekreis
|
7
|
5
|
2
|
|
|
Jerichower Land
|
11
|
6
|
5
|
1
|
|
Ohrekreis
|
6
|
4
|
2
|
1
|
|
Quedlinburg
|
6
|
5
|
1
|
2
|
|
Wernigerode
|
11
|
9
|
2
|
1
|
|
Gesamt
|
78
|
43
|
35
|
5
|